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   Schülerfirma für biologische Power-Kresse
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Die Schülerfirma IGKresS konnte beim „Deutschen Gründerpreis 2007“ auf Bundesebene unter den 1301 teilnehmenden Gruppen Platz 71 erreichen. Im Bereich Nordrhein-Westfalens ließen die Jungunternehmer 332 weitere Firmen hinter sich und schafften Platz 7 und im Bezirk Köln sogar auf Platz 3.

Dies ist ein großartiger Erfolg für eine Firma, deren Mitglieder ein Durchschnittsalter unter 14 Jahren haben und die ihre Idee bereits umgesetzt hat.

Bei den Preisverleihungen am 11.06.07 in Köln und am 12.06.07 in Düsseldorf, die von der Kreissparkasse Köln bzw. dem Rheinischen Sparkassen- und Giroverband durchgeführt wurden, konnten die Firmenmitglieder in Begleitung ihres Senior Expert Dr. Hoffmann insgesamt 1000 Euro Preisgeld entgegennehmen, die direkt in die Firmenkasse flossen.

Die Jury bewerte die bereits in der Praxis funktionierende Geschäftsidee wie folgt:

Feedback für das Team "IGKresS"  (Teamnummer 764978)

Liebe Mitglieder des Teams "IGKresS"!

Sie haben in den letzten Wochen an einem sehr aufwendigen Projekt teilgenommen. Der Deutsche Gründerpreis für Schüler möchte junge Menschen motivieren, sich mit dem Thema Selbstständigkeit im Rahmen einer fiktiven Unternehmensgründung auseinanderzusetzen. Über diese Planungen sind Sie bereits hinaus, denn Sie sind einen Schritt weiter und agieren in der freien Wirtschaft.
Aufgrund der reellen Umsetzung und des Verkauf Ihres Produktes haben Sie eine andere Ausgangsbasis.


Homepage:
Die von Ihnen erstellte Homepage zeichnet sich durch ein ansprechendes Design und Logo aus. Sie haben viele informative Seiten erstellt, durch die eine einfache Navigation führt. Basis der Internetpräsenz ist die Homepage Ihrer Schule. Besonders gut hat mir auf der Startseite der kleine Filmausschnitt gefallen. Daneben sind alle wichtigen Angaben vorhanden, um Ihr Produkt zu bestellen bzw. Informationen zu erhalten. Insgesamt eine gelungende Präsentation.

Zu den Bausteinen:

1. Zusammenfassung
Die Zusammenfassung eines Businessplans dient vor allem dazu, den Leser von den Vorzügen Ihrer Geschäftsidee zu überzeugen. Um die Neugier Ihrer Kunden zu wecken, sollte der Baustein 1 die wichtigsten Inhalte des Gesamtkonzeptes umreißen.
Sie haben mir einen Überblick über folgende Themen gegeben: Firmenidee, Standort, Vertriebsplan, Marketing und Umsetzungsplan. Dies entspricht Ihrer tatsächlichen Umsetzung und bezieht sich nicht mehr auf einen Businessplan, bei dem natürlich auch Vor-/Nachteile sowie Chancen/Risiken gegeneinander abgewägt werden sollen.
Sie sind bei diesem Baustein strukturiert vorgegangen und haben die Aufgabe gut gelöst.

2. Unternehmensform
Als Rechtsform haben Sie die GbR ausgewählt. Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts wird aufgrund eines Gesellschaftsvertrages gegründet. Eine schriftliche Form ist zwar rechtlich nicht notwendig, hat aber den Vorteil, dass alle Gesellschafter die Rahmenbedingungen anerkennen. Ebenfalls werden in diesem Vertrag zum Beispiel die Entnahmen/Urlaubsansprüche/Aufgaben- bzw. Vertretungsregelungen/Bedingungen für Auflösung bzw. Fortbestand der Gesellschaft geregelt. Sie haben sich auch nicht mit der steuerlichen Betrachtung dieser Gesellschaftsform auseinandergesetzt. Dies hätte ich mir zur Vervollständigung noch gewünscht.
Mit den öffentlichen Quellen sind in der freien Wirtschaft die Förderprogramme der jeweiligen Landesbanken und der Kreditanstalt für Wiederaufbau gemeint. Für Ihre Zwecke reichen aber die Fördermöglichkeiten der eigenen Schule aus. Somit ist Ihr Konzept umsetzbar.

3. Produkt/Dienstleistung
Ihre Geschäftsidee finde ich super. Den Kundennutzen haben Sie ausführlich dargestellt und gute Argumente gefunden, die Ihre Zielgruppe vom Kauf der Kresse überzeugt.

4. Branche/Markt
Ihren Markt haben Sie prima eingeschätzt. Das Wachstum innerhalb der Biobranche sichert auch Ihnen entsprechende Zuwachsraten. Die Kundenbefragung ist eine tolle Idee, um konkret auf die Kundenwünsche eingehen zu können.

5. Marketing/Vertrieb
Gerade bei der Bearbeitung dieses Bausteins profitieren Sie von Ihren Erfahrungen, die Sie bereits seit ein paar Wochen machen konnten. Die anfänglichen von Ihnen gewählten Kommunikationsmittel haben Ihnen eine große Anzahl an Kunden gebracht. Nun müssen Sie aber auch die Werbung fortsetzen, um eine Nachhaltigkeit zu erreichen. Jede Gründung sollte mittelfristig ihre eigene Tragfähigkeit beweisen.

6. Unternehmenskultur/Teamkultur
In diesen Baustein haben Sie den Firmenalltag gut beschrieben. Die Aufgaben sind klar verteilt und definiert. Jeder hat in seiner Abteilung die Entscheidungsgewalt.
Leider führen Sie nicht aus, aufgrund welcher Stärken die einzelnen Teammitglieder die jeweiligen Posten übernommen haben. Hier fehlt der "rote Faden" zwischen Teamkultur, Fähigkeiten und den Positionen im Betrieb.Den Bereich der Buchführung/Controlling vermisse ich ganz in der Besetzung. Wie wird diese Lücke von Ihnen geschlossen?

7. 3-Jahresplanung und Kapitalbedarf
Die Umsatz- und Ertragsplanung ist ein wesentliches Element jeder Firmengründung, da hier der zukünftige Erfolg abgebildet werden soll.
Sie haben diesen Baustein leider nicht wie im Planspiel gefordert bearbeitet. Ihre Kostenaufstellung ist keine Planung einer fiktiven Unternehmensgründung, sondern zeigt Ihre tatsächlichen Ausgaben auf. Sie enthält keine realen Positionen, wie z.B. Personalkosten oder Miete/Pacht. Das gleiche gilt für den gesamten Betriebsmittelbereich. Hier wird der Projektcharakter Ihres abgelieferten Businessplans deutlich.

Fazit:
Es ist festzustellen, dass Sie sich mit der Gründungsthematik ausführlich und umfangreich auseinandergesetzt haben. Wie bereits anfangs erwähnt, ist das Thema sehr komplex. Sie haben dennoch bewiesen, dass Sie ein umfangreiches und in vielerlei Hinsicht durchdachtes Konzept erstellen können.
Mit der Umsetzung und Teilnahme am freien Wirtschaftsverkehr haben Sie seit Februar 2007 begonnen. Natürlich sind die Erfahrungen, die Sie zurzeit mit dem Projekt machen, für Ihren Lebensweg besonders wichtig. Auch das Wissen, das Sie sich angeeignet haben, werden Sie in Zukunft gebrauchen können.

Für Ihre schulische, berufliche und auch private Zukunft wünsche ich Ihnen alles Gute!

Ihr Juror des Deutschen Gründerpreises für Schüler

                                                          

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                                    aktualisiert 2007-7-10