Gesundheitserziehung in der Schule
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt würdigte auf einem Symposium zur "Gesundheitsförderung in der Schule" im Dezember 2001 die Arbeit der Gesamtschule Bonn-Beuel auf diesem Gebiet und sagte: "Gesundheitsförderung bleibt an der Integrierten Gesamtschule Bonn-Beuel nicht graue Theorie, weil sie in allen Fächern eine Rolle spielt und ganz praktisch im Schulalltag umgesetzt wird. Hier sind viele nachahmenswerte Projekte ins Leben gerufen worden: zur Suchtprophylaxe, Bewegungserziehung, Ernährung, Erste Hilfe, Verkehrserziehung und auch das Projekt 'Schule ohne Rassismus', dessen Schirmfrau ich gerne bin. Die Schülerinnen und Schüler lernen hier, selbst die Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen. Ohne zusätzliches Engagement der Lehrerinnen und Lehrer wären diese Projekte so nicht möglich geworden."
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Foto: Bundesgesundheitsministerin und Nichtraucherin Ulla Schmidt am Stand "Ohne Rauch geht's auch" (Tausch einer Zigarette gegen ein Glas Saft) der Gesamtschule Bonn-Beuel am 10.12.2001.
Die Schule legt für ihre Arbeit ein Gesundheitsverständnis zugrunde, das physische, psychische, mentale, soziale, technische und ökologische Aspekte einschließt, wie es z.B. auch im Leitprogramm der Robert-Bosch-Stiftung beschrieben wird, die die Arbeit der Schule in diesem Bereich fördert. Die folgenden Beispiele zeigen die Viefältigkeit der Arbeit in unserer Schule, die sich aus diesem Ansatz ergibt.
Die Schule bringt ihre Arbeit in Netzwerke ein. Dazu gehört das regionale Netzwerk einiger Schulen, die ebenfalls Gesundheitsförderung in ihr Schulprogramm aufgenommen haben und das Netzwerk OPUS
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Einen raschen Überblick zu Beispielen aus der Gesundheitserziehung (Unterricht in Jahrgangsstufe 5) und der Verkehrserziehung (Schülerlotsen) geben zwei Filme, die an der Gesamtschule Bonn-Beuel gedreht wurden und die hier in kurzer Sequenz gezeigt werden.
- Gesundheitserziehung (1:22 Min., 12,2 MB) zum Download oder als Videostream mit dem RealOnePlayer (download)
- Schülerlotsen (1:08 Min., 10,1 MB) zum Download
Zum Ansehen mit dem Windows Media Player empfiehlt es sich, die Filme erst herunterzuladen und dann anzusehen.Die wissenschaftliche Begleitung des seit 20 Jahren praktizierten gemeinsamen Unterrichts bewies, dass sich das gemeinsame Lernen von nichtbehinderten und behinderten Kindern vorteilhaft auf das Lernklima und Wohlbefinden aller Schülerinnen und Schüler auswirkt; es begünstigt ein Klima der Rücksichtnahme im Schulhaus.
In einem Großprojekt hat die Schule mit öffentlicher und privater Unterstützung ein neues Konzept für eine moderne Mensa
entwickelt und umgesetzt.Gemeinsam mit der Schülervertretung wurde das Problem der Beschwerden über die Schülertoiletten
gelöst.Zur Förderung des gemeinsamen Lebens und Lernens aller Mitglieder der Schulgemeinde hat die Schule eine
Feedback-Kultur mit unterschiedlichen Bausteinen (Vorgesetztenbeurteilung, Schüler-Feedback, Schul-Barometer)
entwickelt.Das über viele Jahre an der Schule durchgeführte Konzept zur Suchtprävention wurde weiterentwickelt, da sich die außerschulischen Einflüsse, denen Kinder und Jugendliche ausgesetzt sind, verändert haben. Dies gilt insbesondere für die Gefährdung durch Rauchen. Dazu richtete die Schulkonferenz eine besondere Projektgruppe ein, die ein Aktionsprogramm ausgearbeitet hat. Neue Projekte in den Jahrgangsstufen 5 und 6 ergänzen zukünftig die bereits etablierten Projekte in den Jahrgängen 7 und 9. Besondere Aktionen zum Thema Rauchen in Verbindung mit einem "Nichtauchertag" im Monat runden das Aktionsprogramm ab.
In den Jahrgangsstufen 5 und 10 werden verschiedene Unterrichtseinheiten zur Gesundheitserziehung durchgeführt. Davon betroffen sind zum Beispiel Inhalte wie: Ernährungslehre, Lebensmittellehre, Ernährung beim Sport, Zahnschutz und Zahnernährung, Körper- und Gerätehygiene, Haltung, Anspannung- und Entspannungsübungen und Phantasiereisen. Das Curriculum des Faches "Gesundheitserziehung im Jahrgang 5" ist weiter unten angefügt.
In den Jahrgangsstufen 5 bis 7 findet ein einstündiger in Kleingruppen durchgeführter Fachunabhängiger Ausgleichsunterricht mit der Zielsetzung der Entwicklung eines verbesserten Selbstwertgefühls statt, der auch den Bereich der Musiktherapie einschließt.
Der Sportunterricht folgt stärker dem Gedanken einer "Fitness-Orientierung". Zur Orientierung an den "Lifestyle-Sportarten" sind die Aufnahme von Step-Aerobic und Fitness-Gymnastik in den Lehrplan sowie Fitness-Wochen als Ziele definiert.
Der Mensa-Ausschuß der Ganztagsschule legt seit langem feste Bedingungen für die in der Schule gekochten Mahlzeiten und den Verkauf von Zwischenverpflegung fest. Diese bestehen in der Gestaltung des Speiseplans mit täglich einem vegetarischen Essensangebot (B-Essen) und einem Mischkost-Angebot (Essen A) sowie den Vorgaben, am Kiosk keine salzhaltigen Produkte (Chips u.ä.), keine Getränke in Dosen, keine Cola und keine Weißmehlbrötchen zu verkaufen. Hinzugekommen ist in diesem Schuljahr ein Bistro mit dem Angebot von Salatbuffet, Müsli-Buffet und warmen vollwertigen Snacks.
Die Schule bildet in Kooperation mit dem DRK Schul-Sanitäter aus, die als Ersthelfer in der Schule eingesetzt werden.
Das Programm zur Mädchen- und Jungenförderung an der Schule wird ausgebaut. Nachholbedarf ergibt sich besonders bei der sog. Jungenförderung. Dazu werden Fortbildungsveranstaltungen durchgeführt, die auch die modellhafte Durchführung eines "Konflikthabungstrainings für Jungen" (analog den Selbstbehauptungs-Kursen für Mädchen) vorsieht.
Im Rahmen der Verkehrserziehung müssen alle Schülerinnen und Schüler, die an einer von der Schule durchgeführten Fahrrad-Exkursion teilnehmen, Fahrradhelme tragen. Zusätzlich führt die Schule zweimal im Jahr gemeinsam mit der Polizei Kontrollen zur Verkehrssicherheit der Fahrräder durch und ermöglicht es den neuen Schülern der Klassen 5 durch Teilnahme am Wettbewerb "Mein neuer Schulweg" und am Fahrrad-Sicherheitsparcours, sich besser auf den Schulweg einzustellen. Die große Gruppe der Schülerlotsen unterstützt diese Arbeit.
Abschlussbericht zum Projekt "Gesunde Schule" der Robert Bosch Stiftung 2001-2004
Curriculum Gesundheitserziehung in der Gesamtschule Bonn-Beuel
I. Entwicklung und Ziel
Gesundheitserziehung als Begriff und als Fach erscheint seit einigen Jahren im Stundenplan des 5. Jahrgangs. Davor war dieser Unterricht noch als Hauswirtschaftsunterricht ausgewiesen. Die Stunden entstammen dem Fachbereich Arbeitslehre/Hauswirtschaft, da aber auch andere Themen bearbeitet werden, war eine Umbenennung sinnvoll.
Im Schuljahr 1991 / 1992 beschloss die Fachgruppe Hauswirtschaft die Themen "gesundes Frühstück" und "Zahnpflege" im 6. Jahrgang zu installieren. Die "reisende Frühstücksbar" und der "Kariestunnel" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung konnten als Hilfe eingesetzt werden. Hier lernten Schülerinnen und Schüler eine gesunde Möglichkeit der Frühstückseinnahme
kennen, und die Auswirkung von unzureichender Zahnhygiene konnte ihnen im Kariestunnel sichtbar gemacht werden.Aus dieser Aktion heraus erwuchs die Idee, mehr im Sinne der Gesundheit mit und für Schülerinnen und Schüler zu tun und damit die Entwicklung des Faches Gesundheitserziehung.
Ziel des Unterrichts ist es, den Schülerinnen und Schülern Hilfen an die Hand zu geben, mit ihrer Gesundheit eigenverantwortlich umgehen zu können.
Das heutige Fach Gesundheitserziehung (GE) kann als Beispiel für fächerübergreifendes Lernen angesehen werden.
II. Unterrichtseinheiten
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Frühstück und Schulfrühstück
Die Unterrichtseinheit beginnt mit der Reflexion der Schülerinnen und Schüler über ihr eigenes, tägliches Frühstück (Essprotokoll, in Lebensmittelgruppen aufgeteilt, in kindgerechter Form werden Lebensmittel eingeklebt).
Die Folgen eines unzureichenden Frühstücks, Empfehlungen für die Veränderung des Essverhaltens und für ein optimales Frühstück werden erarbeitet. Schülerinnen und Schüler finden Alternativen für Herkömmliches.
Themen:
- Frühstücksgewohnheiten
- Obstfrühstück - Obstsalat, Milch (praktische Arbeit)
- Essverhalten verändern - Neues ausprobieren
- Blick über den Tellerrand, Frühstück in anderen Kulturen /Ländern
- Brotpizza, Apfelschorle (praktische Arbeit)
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Zähne und Zahnhygiene
Diese Unterrichtseinheit beginnt mit einem Beiß- und Kautest. Lebensmittel können weich oder hart sein, hat das eine Auswirkung auf die Kaulänge? Die Schülerinnen und Schüler gehen über diesen Einstieg mit viel Freude in die UE und können so vor allem an die Ernährung, als ein Faktor für Zahngesundheit, herangeführt werden. Intensiv wird das Thema Zucker bearbeitet. Kinder naschen gerne, sie wissen auch, dass Süßigkeiten zum großen Teil aus Zucker bestehen. Erstaunt sind sie aber, wenn sie erfahren, in welchen Lebensmitteln und Gerichten
Zucker unerkannt enthalten ist.Begleitet wird diese Unterrichtseinheit von der Jugendzahnpflege Bonn e.V..Aufbauend auf die Arbeit in der Grundschule wird in spielerischer Form die Bedeutung der Zahnhygiene wiederholt und vertieft.
Eine Fortführung findet im 6. Jahrgang als Stationenlernen statt.Themen:
- Beiß- und Kautest
- Zähne und Karies (Kariesentstehung; viele Namen für Zucker, ...)
- Kräuterdip, Früchtetee (aus Teefrüchten) (praktische Arbeit)
- Zahnschhutz von Innen: richtige (Zahn-)Ernährung
- Zahnschutz von außen
- Brot - volles Korn -> Vollkorn (Zucker kontra volles Korn; Zuckerklebebild)
- Nikolausstiefel - Vollkorngebäck (praktische Arbeit)
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Mittagessen
In dieser Unterrichtseinheit wird versucht, Ernährungslehre in einfacher, kindgerechter Form anzubieten. Folgende Fragen werden mit den Kindern bearbeitet:
- Welche Nährstoffe werden mit der Nahrung aufgenommen und welche Aufgaben haben diese Nährstoffe?
- Was geschieht im Körper mit der Nahrung?
- Welche Lebensmittel gehören in verschiedenen Etagen der Lebensmittelpyramide und wie häufig sollten sie verzehrt werden?
Die "innere Uhr" und die "Tagesleistungskurve" zeigen, die Bedeutung von Haupt- und Zwischenmahlzeiten. Mit der Ermittlung des eigen Ist- und Soll-Körpergewichtes soll eine bewußte Einstellung zur Nahrungsaufnahme gefördert werden.
Themen:
- Gewicht; Bedarf an Nährstoffen und Energie
- Reise durchs Ernährungsland (Film); Ernährungslehre Ernährungspyramide;
- Leichte Mittagsmahlzeit (Speisepläne der Schule)
- Gemischter Salat; leichtes Getränk (praktische Arbeit)
- Nahrungsmittel / Speisepläne beurteilen und Mahlzeiten ergänzen lernen
- Esskultur und Atmosphäre bei Tisch und in der Mensa
- Gemüsepfanne mit Vollkornbrot, Kirschschorle (praktische Arbeit)
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Haltung
Rückenschmerzen - kein Leiden alter Menschen, sondern eine Volkskrankheit, über die auch schon Kinder klagen. Viele Ursachen führen zu Rückenproblemen. Einige davon werden in dieser Unterrichtseinheit angesprochen.
Der Schul-"ranzen", oft kein Ranzen mehr, ist häufig zu schwer und/oder nicht körpergerecht und kann so zu Rückenschmerzen führen oder beitragen. Eine Ranzenüberprüfung soll den Kindern bei der Entscheidung helfen, Taschen für einen Tag zu packen, ein Schließfach zu benutzen u.ä.. Kinder müssen nicht nur den Ranzen tragen, sondern auch andere Gewichte. Damit sie dabei ihre Wirbelsäule schonen, müssen sie erfahren, wie sie tragen und heben sollen.
Sitzen ist eine unbewusste Tätigkeit, in der Schule, zu Hause, viele Stunden am Tag. Wie sitze ich, worauf sitze ich? Hilfen werden gegeben, den Schülerinnen und Schüler den Schulsitztag zu erleichtern. Eine kleine Rückenschule ist Thema einer Stunde, fließt aber auch immer wieder in einzelnen Stunden im Unterricht ein.
Im Laufe des Schultages sind sowohl der Rücken, als auch der Kopf einer mehr oder weniger intensiven Anspannung ausgesetzt. Kurze Entspannungsübungen rhythmisieren einige Unterrichtsstunden und mit der Traumreise lernen die Sch. eine längere und intensivere Entspannung kennen.
Themen:
- Ranzen-TÜV
- Sitzen - Tisch und Stuhl
- Kleine Rückenschule (Praxis)
- Gehen (Füße), stehen, tragen
- Arbeiten im Sitzen (!), Kartoffelsuppe (praktische Arbeit)
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Zwischenmahlzeiten
Wer hat was als Frühstücksbrot bzw. als Zwischenmahlzeit für die Schule mit? Vergleiche dieser Art sind problematisch, zeigen den Schülerinnen und Schüler aber verschiedene Möglichkeiten auf, die nicht von Lehrern angeboten werden! Müsli- und andere Riegel, Milchschnitte, Fanta u.ä. contra Obst oder Vollkornbrot. Wie kann eine schmackhafte und gesunde Zwischenmahlzeit aussehen? Welchen Einfluss hat die Werbung?
Themen:
- Von Schokolade und Chips bis Apfel und Möhre
- Spinat-Blätterteigtaschen; Zaubertrank (praktische Arbeit)
- Sinnvolle Pausenverpflegung
- Richtig essen, Werbung vergessen - Werbe- und Verkaufstricks
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Rauchen
In dieser Unterrichtseinheit wird von der These ausgegangen, dass Kinder, die stark genug sind, nein zu sagen, nicht mit dem Rauchen beginnen. Ziel ist also die Stärkung des (Selbst-)Bewusstseins, nicht die Abschreckung!
Drei Vögel helfen bei der Erarbeitung des Themas:
Der Pechvogel sammelt alle "negativen Auswirkungen". Auch wenn das Ziel nicht die Abschreckung ist, sollte dennoch eine Information über die gesundheitlichen Auswirkungen des Rauchens erfolgen.
Der Papagei (als nachplapperndes, hier nachmachendes Wesen) sammelt alles, was als "positive Begründung" für das Rauchen angegeben wird.
Die Eule (als weiser Vogel) ist das Ziel der Unterrichtseinheit, sie zeigt die "Alternativen und Substitute" auf.
Die Alternativen zum Rauchen werden von den Kindern in Spielszenen, die nur in Teilen vorgegeben sind, eingebaut, in Rollenspielen nachgespielt und im Unterrichtsgespräch reflektiert.
Seit dem Schuljahr 1997/98 wird ein schulinterner Fragebogen zum Rauchverhalten im 5. Jahrgang ausgefüllt und ausgewertet. Der gleiche Fragebogen wird parallel dazu im 10. Jahrgang eingesetzt, um in einer Langzeitauswertung eine Veränderung der Rauchhäufigkeit und des Einstiegsalters in das Rauchen zu ermitteln.
Themen:
- Folgen des Rauchens, Gründe für das Rauchen, Alternativen (Pechvogel, Papagei, Eule)
- Rollenspiel ("Nein"-Sagen). Gedichte, Sketche, Lieder
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Bewegung - Wettkampf - Ernährung
Isotonische Getränke und verschiedene Sportlerriegel werden in der Werbung angeboten. Sie vermitteln Erwachsen und Kindern den Eindruck einer optimalen Versorgung. Wie in der Unterrichtseinheit Zwischenmahlzeit wird auch hier die Werbung kritisch untersucht. Es werden Alternativen erarbeitet, die preiswerter sind und die Zielgruppe Kinder besser ansprechen.
Themen:
- Sport und Ernährung
- Kraftriegel, Ausdauerdrink (praktische Arbeit)
III. Praxis
"Lernen durch praktisches Handeln" ist ein durchgängiges Prinzip im Fach Gesundheitserziehung. In allen Unterrichtseinheiten (außer Rauchen!) werden in Praxisstunden (nach 2 Doppelstunden Theorie folgt eine Doppelstunde Praxis) oder kurzen Unterrichtsphasen die Unterrichtsinhalte und Ziele praktisch eingeübt. Dazu gehört ebenfalls das Einüben von Verhaltensweisen, die einen hohen gesundheitlichen Stellenwert haben:
- Hygiene (z.B. Hände waschen, spülen, Umgang mit Lebensmitteln),
- Schutz vor Verletzungen (z.B. Handhabung verschiedener Geräte),
- Umgang mit Abfall,
- Umgang mit dem Partner und den Schülerinnen und Schüler in der Gruppe
- Atmosphäre beim Essen (leise Unterhaltung mit dem Tischnachbarn, kein Schmatzen u.ä.),
- Anrichten von Essen ("das Auge isst mit!")
In den Praxisstunden wird eine Lehrerin als sogenannter Springer eingesetzt. Bei der Unterrichtsverteilung werden somit vier Lehrerinnen bzw. Lehrer für 3 Klassen benötigt.
Das Fach wird von Lehrkräften aus dem Fachbereich Hauswirtschaft, aber auch "fachfremd" unterrichtet; der Unterricht ist für die Gruppe der letztgenannten relativ einfach durchzuführen, da alle Materialien von der Fachgruppe Hauswirtschaft selbst angefertigt wurden und mit Hilfen für den Unterricht versehen an diese weitergegeben werden.
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Stand: 2005-10-19 Hauptseite Aktuelles