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Minister Struck enthüllte zusammen mit der OB Dieckmann

Gedenktafel im Verteidigungsministerium

H.K. Es hat lange gedauert von der ersten Idee bis zur Verwirklichung der Anbringung einer Erinnerungstafel an das ehemalige Kriegsgefangenenlager STALAG VI G auf dem Gelände des Bundesministerium der Verteidigung. Schüler der Integrierten Gesamtschule Bonn-Beuel hatten bereits 2003 in einer Projektgruppe begonnen, dieses Thema aufzuarbeiten. Intensive Recherche im Bonner Stadtarchiv und Befragung von Zeitzeugen brachte das ganze Elend dieser Kriegsgefangenen zu Tage.

Zwischen 1940 und 1945 waren hier mehrere 10.000 Kriegsgefangene aus Polen, Frankreich, Belgien, Sowjetunion, Italien und den USA in dieses Lager gebracht worden, um zu Zwangsarbeiten in die umliegenden Bonner Fabriken und in der Landwirtschaft eingesetzt zu werden. Meistens unter unmenschlichen Bedingungen, wie ein Zeitzeuge zu berichten wusste. Hunger und Krankheiten aller Art waren der ständige Begleiter dieser Menschen. „60 Jahre nach Kriegsende gibt es viele Anlässe und Gedenktage, an denen man sich der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft erinnert“, sagte Verteidigungsminister Dr. Peter Struck (Foto rechts) bei seiner Ansprache anlässlich der Einweihung einer Erinnerungstafel an das ehemalige Kriegsgefangenenlager STALAG VI G im Beisein der OB Dieckmann (Foto rechts) und vielen anderen Gästen. Struck betonte, dass das Engagement und die Projektarbeit der Schülergruppe die Errichtung der Erinnerungstafel entscheidend vorangebracht haben. „Das bedeutet, dass es für die Nachgeborenen eine Verpflichtung ist, aus Respekt vor den Opfern kritisch mit der Geschichte umzugehen und daraus für die Gestaltung von Gegenwart und Zukunft die erforderlichen Lehren zu ziehen. Es muss deshalb darum gehen, die Erinnerungen an die Opfer zu bewahren. Erst dadurch gelangt man zur Verständigung und schließlich zur Verbundenheit zwischen den Völkern.“

An dieser Einweihungszeremonie nahmen auch die Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn, Bärbel Dieckmann und der Bundestagsabgeordnete der SPD Ulrich Kelber teil. In kurzen Ansprachen machten beide deutlich: Dass wir hier derjenigen gedenken, die hier gelitten haben. Zuvor hatte der Bundesminister der Verteidigung, Dr. Peter Struck, im Rahmen seiner sommerlichen Informationsreise die Abteilung Wehrverwaltung, Infrastruktur und Umweltschutz (WV) und das Bundesamt für Wehrverwaltung (BAWV) in der Bonner Ermekeil-Kaserne besucht. Das BAWV nimmt als zentrale Bundesoberbehörde der Territorialen Wehrverwaltung Fach-, Querschnitts-, Koordinierungs- und Steuerungsaufgaben wahr, die oberhalb der Bundesmittelbehörden der Zentralisierung bedürfen.  

 

 

 

 

  aus: http://www.hardtberg-bote.de   vom 19.8.2005