Seit 1996 baut die Gesamtschule Bonn-Beuel kontinuierlich die Möglichkeiten aus, im Rahmen von Unterricht, Projekten und Arbeitsgemeinschaften die neuen Technologien einzusetzen.
Als „Schule im Wissenschaftspark“ ist sie in die regionale Strukturentwicklung einbezogen und öffnet sich für die Zusammenarbeit mit Partnern in Wirtschaft, Forschung und Wissenschaft.
In diesem Zusammenhang wurde 1998 auch die Schülerfirma "WPPC" gegründet, die ihren Produktions- schwerpunkt in erster Linie bei der Umrüstung von Hardware hat, sich aber auch an der konzeptionellen Weiterentwicklung der Medienarbeit in der Schule beteiligt.

Der Ausbau des schulinternen Netzes, das sich bis zum Sommer 1999 im wesentlichen auf 3 vernetzte Computerräume und 2 zentrale Server erstreckte, hin zum Netzanschluss in jede Klasse wurde in der Schülerfirma thematisiert und führte zu ersten Planungen über die Zahl der einzubeziehenden Räume sowie die zu verlegenden Kabelstrecken. Gemeinsam mit dem Haustechniker der Schule, Andreas Kania, konnte so ein Konzept entwickelt werden, das von der Schulleitung als finanzierbar eingestuft wurde kurze Zeit später in Angriff genommen werden konnte.

 


Unter Berücksichtigung der geltenden Vorschriften (Verlegung von ausschließlich halogenfreien Installationskanälen und Kabel, Wiederherstellung der feuerschutztechnischen Abschottung usw.) wurde die Installation der Leitungen durchgeführt.
So wurden neben vielen Hunderten Metern LWL-Kabel (Glasfaser) mehrere Kilometer Kupferkabel verlegt, wobei hier die Kategorie 6 - Norm als Standard definiert wurde

durch die Decke


Nach der Verlegung der Kabel folgte die Montage der Installationskanäle in den einzelnen Fach- bzw. Klassenräumen. Diese Arbeiten gestalteten sich (bedingt durch die Struktur der Wände) stellenweise ein wenig problematisch. Doch durch den Einsatz von Spezialdübeln konnte auch diese Aufgabe bewältigt werden.



Die Montage der RJ-45-Anschlußdosen rundete die Installationsarbeiten in den einzelnen Räumen ab. Auf diese Weise erhielten nun alle Unterrichtsräume zwei Zugänge zum Intranet und zum Internet. Durch den Einsatz von Hubs kann die Anzahl der Anschlüsse vervielfältigt werden.



Nach Fertigstellung der Installationen in den Klassen folgte die Montage der Verteilerschränke. Über in diesen Schränken befindlichen HUBs werden nun die einzelnen Räume an die ankommenden Glasfaserstrecken angebunden.



Die Montage des Serverschranks glich beinahe der eines Ikea-Möbel-Stücks, nur die Montageanleitung war ein wenig transparenter.
Die nahezu perfekte Planung des Netzes ermöglichte abschließend eine weitestgehend reibungslose Integration der neu eingesetzten Baugruppen wie LWL-Umsetzer, Switches und Server.



(Bild folgt)

Die Netz-Administratoren Werner Büttner und Christina Hardt.



Die Schule hat von verschiedenen Institutionen, u.a. dem WDR in Köln gebrauchte Computer geschenkt gekommen. Schüler der Firma WPPC haben diese 486er um- und aufgerüstet für den Betrieb unter Win95.

Einbau eines FDD



Einbau einer Netzwerkkarte

Da alle Computer an das Schulnetz angeschlossen werden sollen, ist der Einbau und die Konfiguration der Netzwerkkarten von entscheidender Bedeutung.



Die Struktur des Schulnetzes



 

Das Fernsehmagazin „nzz format“ berichtete bereits im November über diese Arbeit bei VOX und die Bertelsmann Stiftung nahm die Gesamtschule Bonn-Beuel aufgrund dieser Vorarbeiten zeitgleich in den Kreis der 12 führenden deutschen Medienschulen auf.

Die Firma WPPC wird nun den Klassen das Angebot machen, für eine Gegenleistung einen von ihr zur Verfügung gestellten Rechner zu erwerben, damit der Netzzugang auch möglichst rasch optimal genutzt werden kann; benötigt werden nun nämlich über 100 weitere Rechner. Die Firma WPPC hofft, dass sie zumindest einen Teil des Bedarfs wird befriedigen können.

 


Im Rahmen der netdays konnte die bis dahin abgeschlossene Planung realisiert werden.
Stand: 2000-03-30
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