Netdays NRW 2002

SMART-Boards im Unterricht

Medienkonzept für das Schulprogramm

Medienkompetenz zertifizieren

Mit drei in einem engen Zusammenhang stehenden Einzelprojekten beteiligte sich die Integrierte Gesamtschule Bonn-Beuel an den Netdays NRW 2002. Drei neue Partner ermöglichten der Schule, bei der Weiterentwicklung des Schulprogrogramm-Bausteines "Neue Medien" im Rahmen der Netdays einen großen Schritt voranzuschreiten.

SMART-Boards im Unterricht

Gemeinsam mit SMART und Toshiba wurden 5 Unterrichtsräume mit SMART-Boards und Beamern ausgestattet.

30. September

Der Vertrag wird der Firma SMART wird unterzeichnet. SMART möchte mit der Schaffung von vier Referenzschulen in Deutschland regionale Anlaufstellen für den Erfahrungsaustausch zwischen Schulen in Bezug auf Neue Medien einrichten. Ergänzend dazu liefert die Firma Toshiba die entsprechenden Beamer. Im Vertrag heißt es:

"Ausgesucht wurden vier Schulen, die signifikante Reformen und Innovationen in der Schule vorantreiben mit dem Ziel, neue Technologien für einen neuen, effektiveren Unterricht einzusetzen, der Schüler neue Lernmotivation erfahren lässt und Lehrern weitere Möglichkeiten der Unterrichtsgestaltung bietet. Als Gegenleistung verpflichtet sich die Schule, Anwenderberichte zu erstellen und einen aktiven Erfahrungsaustausch mit anderen Schulen zu betreiben."

Da möglichst viele Unterrichtsfächer in die Erprobung einbezogen werden sollen, findet anschließend eine Begehung des Schulgebäudes statt. Es werden 2 Fachräume (Kunst, Naturwissenschaften) und drei Kursräume ausgewählt. In diesen Räumen wird festgelegt, wo die Boards und die Beamer angebracht werden sollen; in drei Räumen muss die herkömmliche Wandtafel versetzt werden, so dass beide Flächen an einer Wand Platz finden.

1./2. Oktober

Die Wandtafeln in den drei benannten Räumen werden versetzt; in allen Räumen werden Verkabelungen für die Stromzufuhr und den Datenaustausch an die entsprechenden Stellen gelegt.

7. Oktober

Die inzwischen angelieferten Boards werden montiert. Bei der Deckenmontage des ersten Beamers stellt sich heraus, dass aufgrund des Beamer-Objektivs und der Bedingungen im Raum eine verzerrungsfreie Fokussierung auf die Fläche des SMART-Boards nur möglich ist, wenn der Beamer in Kopfhöhe an einer Stelle montiert werden muss, die auch begangen wird. Dies kann allerdings aus Sicherheitsgründen nicht akzeptiert werden. Toshiba prüft daraufhin die Angelegenheit und entschließt sich, nach Absprachen auf der Chefetage, ersatzweise andere Beamer zu liefern, die in größerer Höhe montiert werden und aufgrund des hochwertigeren Objektivs dennoch von dort aus verzerrungsfrei projizieren können.

9. Oktober

Die neuen Beamer werden geliefert und es finden Testläufe statt. Parallel werden die Vorbereitungen getroffenen, kollegiumsinterne Fortbildungen zu organisieren, in denen die Lehrerinnen und Lehrer der Schule die Einsatzmöglichkeiten des SMART-Boards kennenlernen.

11. Oktober

Ein geeigneter Referent, der bereits ein SMART-Board im Unterricht eingesetzt, ist gefunden und wird zeitnah drei Fortbildungsveranstaltungen durchführen. 80 Lehrerinnen und Lehrer melden sich für die Fortbildungsveranstaltungen an.

Medienkonzept für das Schulprogramm

Während der Netdays NRW fand in mehreren Teil- und Gesamtkonferenzen eine Diskussion und Bündelung sämtlicher Projekte und Einzelvorhaben statt, die bislang noch unstrukturiert zum Lernangebot der Schule gehörten.

1. Oktober

In Jahrgangskonferenzen werden alle Projekte und Einzelvorhaben zum Einsatz neuer Medien im Unterricht gesammelt und geprüft, die bisher in den Klassen dieser Jahrgangsstufe durchgeführt worden waren. Die 9 parallel tagenden Konferenzen werden vom schulinternen E-Team moderiert.

2.-7. Oktober

Das E-Team der Schule wertet die Tagungsergebnisse aus und entwirft eine Beschlussvorlage für die Gesamtkonferenz.

8. Oktober

In einer Gesamtkonferenz wird das Mediencurriculum der Schule beschlossen. Als Darstellungsform werden Jahrgangs-Synopsen gewählt, aus denen ersichtlich ist, welche Kompetenzen in welchem Fach vermittelt werden sollen: Jahrgangsstufe 5Jahrgangsstufe 6Jahrgangsstufe 7Jahrgangsstufe 8Jahrgangsstufe 9Jahrgangsstufe 10.

Medienkompetenz zertifizieren

Im Zusammenhang mit der Diskussion des schulinternen Mediencurriculums entstand in der Schule die Idee, eine anerkannte Zertifizierung der Kompetenzen zu erreichen. Dazu wurde die European Computer Driving Licence (ECDL) ins Auge gefasst, die bereits von 1,5 Millionen Menschen in Europa erworben wurde. Mit dieser Bescheinigung, die in der Integrierten Gesamtschule Bonn-Beuel zusammen mit dem Abschlusszeugnis ausgehändigt werden kann, will die Schule ihren Abgängern einen Berufseinstieg nach europäischem Standard ermöglichen.

1. Oktober

Der von der Gesamtkonferenz erteilte Prüfauftrag, die Bedingungen zu klären, unter denen die Schule "anerkanntes Prüfungszentrum" für den ECDL werden kann, wird in Angriff genommen. Die in Deutschland dafür zuständige Stelle (DLGI im Wissenschaftszentrum Bonn) wird gebeten, die entsprechenden Unterlagen zuzusenden.

2.-7. Oktober

Schulleitung, E-Team und SV-Vertreter prüfen das Vertragsangebot. Sie stellen fest, dass einer der Computerräume der Schule die Bedingungen als "Prüfungszentrum" erfüllen würde und erstellen die erforderliche Skizze (Abstand der Rechner voneinander – Zahl der Plätze usw.). Zwei Lehrkräfte finden sich bereit, an einem Workshop zur Erlangung der Qualifikation als "Prüfungszentrumsleiter" teilzunehmen. Sie melden sich dafür an. Die Schulleitung sichert die entsprechenden Mittel zu, mit denen die Schule in Vorleistung für "Skills Cards" treten muss.

8. Oktober

Die Gesamtkonferenz stimmt dem Vorhaben zu. Es findet im Prüfungsraum der geforderte Probelauf statt. Es kann festgestellt werden, dass bei Teilnahme von 8 Personen ein störungsfreier Betrieb der Prüfung gewährleistet ist. Der Vertrag wird unterzeichnet.

9./10. Oktober

Auf dem Server der Schule wird im Bereich "Selbstständiges Lernen" ein Programm eingerichtet, mit dessen Hilfe eine unterstützende Prüfungsvorbereitung möglich ist. Auf diesen Serverbereich kann jedes Mitglied der Schulgemeinde ständig von jedem der 250 Rechner der Schule aus zugreifen.

11. Oktober

Die ersten 20 "Skills Cards" treffen ein. Die ersten Prüfungen werden möglich.


Stand: 2004-4-01
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