Buchtip: "Der Wind ist des Teufels Niesen" von Dieter Schenk

In dem Buch "Der Wind ist des Teufels Niesen" gibt es eine Hauptperson, die Merzeli heißt. Merzeli ist ein 14jähriger Sinti-Junge.

Das Buch beginnt damit, dass Merzeli mit seinen Geschwistern ins Kaufhaus HEKA geht. Dort wollen sie eine Batterie kaufen. Als sie vor dem Batteriestand stehen, holt Merzeli eine alte Batterie aus seiner Tasche, um beide Batterien zu vergleichen. Er steckt die alte Batterie wieder in die Tasche und will zur Kasse gehen. Doch da ruft eine Verkäferin, die das ganze gesehen hat, sofort: "Er hat eine Batterie gestohlen". Ein wenig später kommt der Abteilungsleiter, regelt die Sache und schickt Merzeli und seine Geschwister heraus.

Ein Mädchen, das die ganze Sache beobachtet hat, klaut für die Sinti-Kinder eine Batterie und gibt sie ihnen draußen. Danach gehen sie zusammen mit dem Mädchen, das Astrid heißt, zum Spielwarenladen "Pfeifer" und schauen sich dort die Spielzeuglokomotiven an. Nach ein paar Tagen, als Merzeli mit dem Schulbus zur Schule fährt, steigen zwei Polizisten in den Bus ein. Als sie bei Merzeli angelangt sind, zerren sie ihn in den Streifenwagen.

Er steht unter Verdacht, eine wertvolle Lok bei Spielwaren "Pfeifer" gestohlen zu haben. Dies bringt einen ordentlichen Trubel in der Familie und mit den Nachbarn. Merzeli und Astrid kommen sich dadurch immer näher.

Personenbeschreibung Merzeli Wagner

Merzeli ist ein 14jähriger Sinti-Junge. Er wohnt mit seinen vier Geschwistern Sarambla, Stagolo, Blitschta, Dudui und seinen Eltern Mano und Gamba in Bad Hersfeld.

Dort besucht er eine Sonderschule und ist Schulsprecher. Wie viele andere Sinti ist er ein dunkelhäutiger Junge. Mit seinen dunkelgelockten Haaren und den braunen Augen sieht er einem Türkenjungen ähnlich. Merzeli ist ein sportlicher und sympathischer Sinto. Er kann schnell laufen und gut Bodscha spielen. Das ist ein Zigeunerspiel.

Merzeli ist ein gläbiger Sinto. Er glaubt an den Mulo. Der Mulo ist der Geist der verstorbenen Sinti. Alle Zigeuner glauben an ihn. Aber einige haben auch Angst vor dem Mulo. Merzeli will in Zukunft seinem Vater bei den Arbeiten helfen. Er will viel reisen und irgendwann nach Süddeutschland ziehen.

Die Geschwister

Sarambla ist ein 16jähriges Sinti-Mädchen. Mit ihren langen schwarzen Haaren und ihrer Kleidung sieht sie wie eine richtige Zigeunerin aus. Sie wohnt in Bad Hersfeld. Dort lebt sie mit ihren Eltern Mano und Gamba und ihren jüngeren Geschwistern Merzeli, Stagolo, Blitschta und Duidui in einem Haus in einer Sinti Siedlung zusammen. Sarambla ist ein selbstbewusstes Mädchen. Sie kann ihre jüngeren Geschwister in kritischen Fällen verteidigen. Wenn sie etwas will, bekommt sie es auch. Sarambla kann ihren Willen überall durchsetzen.

Stagolo ist 12 Jahre alt. Sein Name bedeutet auf Deutsch übersetzt "Schnecke". Er hat zwei ältere Geschwister, Sarambla und Merzeli. Ausserdem hat er jüngere Geschwister, Blitschta und Duidui. Stagolo ißt gerne Süßigkeiten.

Blitschta ist zehn Jahre alt. Sie hat schwarze Haare, die sie zu zwei Zöpfen flicht. Ihr Lächeln ist nett. Sie ist die jüngste Schwester von Merzeli. Blitschta ist aufmerksam, hilfsbereit, und sehr verspielt. Blitschta ist das Lieblingskind von Oma Muri. Wenn Oma Muri von der Zeit im KZ erzählt, spielt Blitschta immer in der Küche mit Holzscheiten, die sie als Bauklötze benutzt.

Die Eltern

Gamba ist die Mutter von Merzeli. Sie ist 43 Jahre alt. Sie ist oft krank, weil es in der Wohnung keine Heizung gibt und die Luft feucht ist. Gamba ist mit Mano verheiratet und sie haben fünf Kinder.

Astrid

Astrid ist ein 14jähriges Mädchen. Sie hat blonde lange Haare und blaue Augen. Astrid ist eine Gadschi (Nichtzigeunerin). Dafür, dass sie eine Gadschi ist, hält sie sehr zu den Zigeunern. Besonders zu dem Zigeunerjungen Merzeli, für den sie sich sehr einsetzt.


Stand: 29.08.1997
Hauptseite E-Mail Aktuelles