Betriebspraktikum
Das Betriebspraktikum im Herbst 1996 - ein Rückblick
Geschafft! Das dreiwöchige Betriebspraktikum und eine erfolgreiche Praktikumsausstellung liegen hinter uns. Kolleginnen und Kollegen sitzen noch gemütlich zusammen und lassen die eine oder andere Begebenheit Revue passieren. Die Spannung fällt ab.
Der Berg an Formularen und organisatiorischen Fragen, drei anstrengende Praktikumswochen, die Ausstellung mit all ihren Vorbereitungen, die Frage, ob alles pünktlich fertig werden wird und bei unseren Gästen gut ankommt - diese alljährliche Spannung und Nervosität hatte sich wieder eingestellt.
Wir sind zufrieden, es hat geklappt, das Echo war gut. Auch unsere Schülerinnen und Schüler gehen mit dem Gefühl nach Hause, daß sich ihr Einsatz und ihre Mühen gelohnt haben.
Vielfalt unter der Lupe
173 Schülerinnen und Schüler in 9 Berufsbereichen und 72 verschiedenen Berufen vom Architekten über Journalisten und Kfz-Mechaniker bis zur Zahnarzthelferin, das ist die kurze Bilanz meiner statistischen Unterlagen.
Der Trend ist deutlich: hin zu Berufen des Dienstleistungsgewerbes und der Verwaltung (42), Kindergärten (21) und Arzt- bzw. pflegerische Berufe (14) stehen hoch im Kurs. Handwerk (36) und Einzelhandel (21) können sich bei der Praktikumsstellenwahl gegenüber dem Vorjahr halten, Industrieberufe (6) sind weit abgeschlagen, obwohl das Angebot durchaus gut war.
Das Konzept
Im Rahmen unseres langfristig angelegten Berufswahlunterrichts bildet das Praktikum im 9. Jahrgang mit dem Praktikumsfest sozusagen den Höhepunkt einer Kette von vielen unterschiedlichen Bausteinen. Angefangen beim Arbeitslehreunterricht (Wirtschaftslehre, Technik und Hauswirtschaft) der je nach Themenstellung berufsvorbereitende Aspekte integriert oder das Fach Deutsch mit der Verfassung von Lebenslauf und Bewerbungsschreiben, Berufserkundungstage, "Ein Tag im Betrieb der Eltern", Besuch beim Berufsinformationszentrum (BIZ) und anderes mehr.
Für viele usnerer Schülerinnen und Schüler ist diese Kette aber noch nicht zu Ende. Denken wir nur einmal daran, daß in etwa einem Jahr eine große Zahl der jetzigen Praktikantinnen und Praktikanten ihre erste Bewerbung losgeschickt haben wird. Ziel des Berufswahlunterrichts und des Praktikums ist es daher, unsere Schülerinnen und Schüler auf diese wichtige Entscheidung vorzubereiten, indem das Praktikum erste Einblicke in überschaubare betriebliche Bereiche vermittelt. Es informiert über bestimmte Grundanforderungen, die am Arbeitsplatz zu erfüllen sind. Die Arbeitswelt mit ihren betrieblichen Abläfen und Strukturen wird erstmals "erlebt", wodurch Anhaltspunkte und Entscheidungshilfen für die eigene Berufswahl gewonnen werden.
Danksagung
Daß dies in diesem Jahr zur vollen Zufriedenheit gelungen ist, verdanken wir auch unseren Betrieben, die diese zusätzliche Belastung auf sich genommen haben. Dafür herzlichen Dank, denn unseren Schülerinnen und Schülern geben sie damit die Möglichkeit, Praxis hautnah zu erfahren und zu erleben, einmal mit einem Bein in der Wirklichkeit zu stehen.
Wie geht es weiter?
Das Thema Berufsvorbereitung ist für wissensdurstige Schülerinnen und Schüler mit dem Praktikum noch nicht abgeschlossen: Gespräche mit dem Berufsberater finden in der Schule statt, Informatik und Bürokunde werden für Interessierte im 9./10. Jahrgang im Wahlpflichtbereich II angeboten, bei Bedarf auch ein Kurs zur konkreten Berufsvorbereitung, der nochmals alle Aspekte der Berufsfindung vertieft und Tips und Hilfen f¨r Bewerbungen gibt.
Ein zweites Praktikum in der Oberstufe wird im 12. Jahrgang durchgeführt, das unter bestimmten Voraussetzungen auch im Ausland absolviert werden kann.
Zunächst aber ist es erst einmal geschafft. Allen Beteiligten noch einmal recht herzlichen Dank.
Martin Fischer (Praktikumskoordination)
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Stand: 21.08.1997 Hauptseite Aktuelles