Partnerschaft mit Lima

Erfolgreicher Schüleraustausch der IGS Bonn-Beuel mit der Weberbauerschule in Lima

Im Oktober des Schuljahres 2002/2003 führten Schülerinnen und Schüler des Spanischkurses WP II (Klasse 10) zum ersten Mal den seit gut einem Jahr geplanten Schüleraustausch mit dem Colegio Augusto Weberbauer in Lima / Perú durch.
Sechs Schüler flogen mit ihrer Spanischlehrerin Frau Stauf von Düsseldorf über Madrid nach Lima, um dort vier Wochen bei ausgewählten Gastschwestern- und brüdern in deren Familien zu wohnen und mit ihnen die Schule zu besuchen.
Organisiert wurde der Austausch von Frau Stauf und der Leiterin des deutsch-peruanischen Freundeskreises Frau Noeding vor Ort in Lima. Dieser Verein organisiert seit Jahren den Austausch zwischen peruanischen und deutschen Jugendlichen und Studenten mit dem Ziel, den Schülern einen guten Einblick in die Lebensweise der Menschen des Gastlandes zu gewähren und natürlich die Sprache lebendig werden zu lassen.
Am Flughafen in Lima wurde die Truppe von Frau Noeding und allen Gastfamilien freundlich empfangen und jeder Schüler wurde direkt von seiner Gastfamilie mit nach Hause genommen. Am nächsten Tag trafen sich alle im Colegio Weberbauer wieder, wo es eine große Vorstellung und Begrüßung auf dem Pausenhof der Schule gab. Schon ab dem ersten Tag fühlte man sich von den Schülern, den Lehrern und der Direktion äußerst freundlich aufgenommen.
Während der Woche nahmen die deutschen Schüler am Unterricht (8:00 bis 15:00 Uhr) teil, am Wochenende war dann Zeit für Ausflüge, um dieses schöne und faszinierende Land kennen zu lernen.

Folgende Ausflüge wurden durchgeführt:

  1. Fahrt ins Naturschutzgebiet Paracas, ca 250 km südlich von Lima, folgende Aktivitäten wurden an diesem Tag gemacht:
    • Fahrt mit dem Boot zu den vorgelagerten Islas Ballestas, Beobachtungen von Pinguinen, Seelöwen und vielen anderen Wasservögeln
    • Anschließend Fahrt in die Reserva Nacional, Fahrt durch die Wüste, Beobachtungen von Flamingos, Fahrt zum "Cementerio de Barcos" (Schiffsfriedhof) und "Cementerio de Conchas" (Muschelfriedhof = dieser ist der Abladeplatz von Millionen von Muschelschalen aus einer nahegelegenen Muschelkonservenfabrik, wo man sich großzügig bedienen kann.)
    • Landestypisches Mittagessen in Chincha
    • Badestopp am Strand von Cerro Azul
  2. Stadtführung durch das historische Zentrum von Lima
  3. Besuch einer von Spenden aufgebautem Schule im Armenviertel Villa Salvador
  4. Dreitägiger Ausflug über die Anden nach Tarma und an den Rand des Regenwaldes
  5. Besuch der Inkaruinenstädte Pachacamac
  6. Abschiedstag im Bade- und Strandclub von Santa Maria (ca. 30 km südlich von Lima)

Hier einige Zitate aus den Erfahrungsberichten der Schüler:

"Als wir am Sonntag, den 20.10.2002 am Flughafen in Lima ankamen, hatte ich erst mal ein ziemlich mulmiges Gefühl. Aber ich lebte mich schnell dort ein. Mit meiner Gastmutter und dem Hausmädchen habe ich ausschließlich Spanisch gesprochen. Das ging aber auch ohne Probleme. Alle waren sehr gastfreundlich und ich vermisse sie alle sehr. Meine Erwartungen haben sich alle erfüllt."

"Am Dienstag machten wir einen Ausflug in das Armenviertel Villa Salvador, in dem wir eine Schule, die aus einem Einfamilienhaus gegründet wurde, besuchten. Dieser Ausflug war sehr interessant, aber auch sehr erschütternd, da wir mal die andere Seite Limas gesehen haben, was ich sehr wichtig finde."

"Am ersten Wochenende haben wir einen Ausflug nach Paracas gemacht. Das war wohl der schönste Ausflug von allen."

"Der Ausflug in den Urwald, den fand ich richtig klasse! Die Pflanzen, die Wasserfälle und der Rest war nicht zu toppen!"

"Zuerst dachte ich nur Oh Gott. Ich habe fast gar nichts verstanden. Aber nach ein paar Tagen Eingewöhnungszeit klappte es immer besser."

"Mein Spanisch konnte ich immer anwenden, auch wenn ich, da ich erst seit einem Jahr Spanisch lerne, nicht immer alles Vokabular hatte. Ich habe einiges dazugelernt."

"Das Land und die Leute sind beeindruckend und so ganz anders als Deutschland. Viel offener und freundlicher. Gastfreundschaft wird groß geschrieben."

"Ich kann nur jedem empfehlen, mal nach Peru zu fahren, da es dort wirklich sehr schön ist und die Menschen dort viel offener und herzlicher sind als in Deutschland. Außerdem verbessert man sein Spanisch. Auf jeden Fall werde ich noch mal nach Peru fliegen und meine Gastfamilie besuchen, weil ich heute noch in Kontakt mit ihnen stehe."

Der Gegenbesuch der peruanischen Gastschüler fand im Januar 2003 statt.


Stand: 2003-02-26
Hauptseite Schulpartnerschaften E-Mail Aktuelles